Darstellung



  • Dargestellte Personen
  • Die Gesellschaft des Hochmittelalters war - entgegen der landläufigen Meinung - vielschichtig, komplex und von großen sozialen Umbrüchen geprägt. Neben Adligen auf Burgen und Bauern auf den Dörfern boten die aufblühenden Städte des Hochmittelalters Entwicklungsmöglichkeiten für neue Gesellschaftsschichten, in den Klöstern wurde kulturelles Erbe bewahrt und Hoftage boten hochrangigen wie niederen Adligen die Möglichkeit der Repräsentation.

    Während unserer Veranstaltungen zeigen wir einen konkreten Ausschnitt aus dem Leben im späten 12. Jahrundert. Unsere Darstellung umfasst Personen unterschiedlicher Stände und Berufsgruppen.
    Durch standesgemäße Kleidung und darauf abgestimmte Accessoires, Möbel, Werkzeuge und weitere Alltagsgegenstände bieten wir einen lebendigen Eindruck dieser Epoche. Die Interaktion der Darsteller verschiedener sozialer Rollen untereinander und standesgemäße Tätigkeiten vervollständigen das Bild.


  • Lebenswelten
  • Abhängig von Ort und Thema der Veranstaltung können wir ganz unterschiedliche Lebenswelten präsentieren.
    In einer Klosteranlage trifft der Besucher beispielsweise einen Mönch bei der Fenstermalerei und Nonnen bei der Paramentenmacherei an oder lauscht dem Gesang der gregorianischen Stundengebete, unser Bischof erläutert den Ablauf der Liturgie oder die Äbtissin berichtet vom strikt vorgegebenen Alltag in einem Kloster.

    In einem rekonstruierten Bauernhaus eines Museumsdorfes zeigen wir in der Darstellung von Bauern und Bäuerinnen typische Tätigkeiten des Jahreslaufes wie Wursten und die Instandhaltung von Werkzeugen oder informieren über Nutz- und Kulturpflanzen.

    Während einer Burgbelebung lernt man etwa unseren Schmied oder Messermacher im Burghof und einen Knecht beim Holzhacken kennen, wird von unserer Köchin in mittelalterliche Küchenabläufe eingeführt oder erfährt in der Kemenate von adligen Damen Details zur Seidenstickerei.


  • Ein lebendiger Eindruck
  • Während unserer Veranstaltungen sind wir jederzeit für Besucher ansprechbar und beantworten alle Fragen mit unserem aktuellen Fachwissen. Zusätzlich sind thematisch passende Führungen durch unsere Darsteller möglich.

    Wir ermöglichen den Besuchern bei unseren Mitmachaktionen jedoch auch selbst ein ganz persönliches mittelalterliches Erlebnis.
    So kann man beispielsweise mit Bronzenadel und pflanzengefärbtem Seidengarn einige Stickstiche zu unserem Wandbehang beitragen, Gewürze mit dem Keramikmörser für Salben und Tinkturen vorbereiten oder zu den Klängen einer Knochenflöte und einer Trommel einige Tanzschritte wagen.

    Moderierte Vorführungen, bei denen wir in die Rollen historischer Personen schlüpfen und für das Publikum einzelne Situationen in Szene setzen, vervollständigen das lebendige Geschichtserlebnis.
    So kann man einen Blick in die Kemenate werfen, in der sich adlige Damen ankleiden, um etwas über die Mode des 12. Jahrhunderts zu erfahren.
    Wenn die Klosterschwestern zur Sprechstunde bitten werden allerlei Leiden mit historischen Rezepturen behandelt und bei der Schwertleitzeremonie begeleitet man einen jungen Ritter durch verschiedene Erlebnisse seines wichtigsten Tages.